Let's dance: CDU will prüfen lassen, wie David Bowie geehrt werden kann

 „Berlin war wirklich ein Zuhause für mich.“ So hat David Bowie einmal seine Liebe zu dieser Stadt bekundet. Schöneberg war zwei Jahre das Zuhause der Pop-Ikone. Die Christdemokraten wollen an den legendären Briten erinnern.

"Let's dance“, so der Titel eines Prüfauftrags der CDU-Fraktion Tempelhof-Schöneberg an das Bezirksamt, für dessen Annahme die Union in der kommenden Bezirksverordnetenversammlung wirbt.

In Schöneberg schrieb David Bowie Musikgeschichte

Der berühmte Musiker lebte von 1976 bis 1978 in der Hauptstraße 155. Die karg eingerichtete Sieben- Zimmer-Wohnung im ersten Stock des Hauses teilte sich der Brite mit seinem Musikerkollegen Iggy Pop. Von allzuviel Ruhm und Drogen hatte sich David Bowie nach West-Berlin zurückgezogen. Man radelte zum Brücke-Museum, malte und besuchte den Nachtclub „Dschungel“. Eine überaus kreative Zeit! In den Hansa-Studios in Wilmersdorf spielte Bowie die Alben „Low“, „Lodger“ und „Heroes“, letztere auch auf Deutsch, ein. Sie gingen als „Berliner Trilogie“ in die Musikgeschichte ein.

Benennung jetzt rechtlich möglich

„Jetzt, fünf Jahre nach dem Tod David Bowies, ist es rechtlich möglich, eine Straße, einen Platz oder einen anderen öffentlichen Ort nach der Musiklegende zu benennen“, erklärt der kulturpolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Patrick Liesener. Die Kreuzung Grunewald-, Langenscheidt- und Hauptstraße sei sehr gut geeignet, so die Christdemokraten. „Die von uns vorgeschlagene Kreuzung hat mit dem benachbarten Haus am Kleistpark einen kulturellen Bezug“, sagt CDU-Fraktionschef Daniel Dittmar.

Eine Alternative wäre die Grünanlage neben der Cocktailbar „Train“ in der Hauptstraße. „Im Zuge einer Benennung könnte die Fläche hergerichtet werden“, meint der stadtentwicklungspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Ralf Olschewski. Die CDU-Fraktion versteht ihren Prüfauftrag als Anstoß für eine Debatte über einen geeigneten Ort für eine Ehrung David Bowies. Patrick Liesener: „Dafür werden eben auch Fakten benötigt.“

Umbenennung eines Abschnitts der Hauptstraße ist jedoch schwierig

Den Wunsch vieler Bowie-Fans, die Hauptstraße zwischen Kaiser-Wilhelm-Platz und Kleistpark nach dem Künstler zu benennen, erteilt die CDU allerdings eine Absage, „zu schwierig“, urteilt Daniel Dittmar, der auch Sprecher für Ordnungsangelegenheiten ist.

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