Umbau der Grunewaldstraße nur mit Ladezonen und Parkraumbewirtschaftung

Der Straßenzug von Südstern und der Bergmannstraße über die Kreuzbergstraße, Monumentenstraße und Langenscheidtstraße bis zur Grunewaldstraße und Berliner Straße ist zur wichtigen Ost-West-Verbindung für den Radverkehr in Berlin geworden. Nach Beschlüssen der Nachbarbezirke Kreuzberg und Charlottenburg-Wilmersdorf, auf der Strecke geschützte Radwege anzulegen, ist es für die CDU-Fraktion Tempelhof-Schöneberg nur vernünftig, auch das Reststück der Grunewaldstraße zwischen Bamberger Straße und Kleistpark zügig umzubauen.

Interessen der Anwohner und Gewerbetreibenden sind zu berücksichtigen

„Selbstverständlich müssen wir dabei die Interessen der Anwohner berücksichtigen, und es darf bei der Parkplatzsuche im Kiez kein Chaos entstehen“, mahnt Ralf Olschewski an. „Unumgänglich sind Ladezonen, damit wir später keine verödeten Ladenzonen haben“, sagt der stadtentwicklungspolitische Sprecher der CDU-Fraktion mit Blick auf die rund 100 Gewerbetreibenden an der Straße. Die CDU-Fraktion hat das Bezirksamt aufgefordert, mit den betroffenen Firmen ein Ladezonenkonzept abzustimmen. Kontrollen des Außendienstes des Ordnungsamtes gehörten ebenso dazu, so Ralf Olschewski, wie die Einführung der bereits vorgesehenen Parkraumbewirtschaftung – freilich vor dem Umbau.

CDU bevorzugt Variante 1 einer Machbarkeitsstudie: am realistischsten und wenigsten invasiv

Am geeignetsten für den Straßenumbau werten die Unionsverordneten die erste von vier Varianten einer Machbarkeitsstudie zur Lärmreduzierung und Verbesserung des Rad- und Fußverkehrs, die das Büro LK-Angus im vergangenen Jahr in einer Sitzung des Verkehrsausschusses vorgestellt hat. „Variante 1 ist die realistischste und am wenigsten invasive“, sagt Ralf Olschewski.  In Variante 1 wird der rund 1,2 Kilometer lange Abschnitt zwischen Bamberger und Akazienstraße je Fahrtrichtung in Gehweg, in mit sogenannten Leitboys geschützten Radfahrstreifen, Parkstreifen und Fahrbahn aufgeteilt. In der Mitte befindet sich ein Grünstreifen. Für den 220 Meter kurzen Abschnitt zwischen Akazienstraße und Elßholtzstraße sieht die erste Variante bisher nur Gehweg, Radfahrstreifen und Fahrbahn vor; in östlicher Richtung gibt es zusätzlich noch einen Streifen mit Baumscheiben und Kurzzeitparken zwischen Schutzstreifen und Gehweg.

Bei Umbau Grünflächen entlang der Straße gleich mit sanieren

Wenn schon umgebaut wird, so die CDU-Fraktion, muss ein weiteres Ziel die Aufwertung der Grünflächen entlang der Straße sein. „Hier sollte das Bezirksamt insbesondere den Kurt-Hiller-Park, die Grünfläche an der Apostel-Paulus-Kirche und den Bayerischen Platz in Augenschein nehmen“, erklärt der Fraktionsvorsitzende Daniel Dittmar. „Dort besteht ein großer Verbesserungs- und Erneuerungsbedarf. Die Sanierung dieser Grünanlagen könnte im Zuge des Straßenumbaus erfolgen.“

„Die Diskussion zu unserem Antrag geht nun im Verkehrsausschuss weiter. Die CDU erwartet eine bürgerfreundliche Lösung“, erklärt Stadtentwicklungspolitiker Ralf Olschewski.

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